A.p.e. Ambulantes Pädagogisches Einsatzteam
   

 

Die ambulanten Erziehungshilfen sind angelehnt an die im KJHG / SGB VIII aufgeführten Hilfen zu Erziehung. Maßnahmen aus diesem Katalog werden ausschließlich in Rücksprache und enger Kooperation mit den örtlichen Jugendämtern eingeleitet und  orientieren sich zum einen am Hilfebedarf des jungen Menschen und seiner Familie, zum anderen an den gesetzlichen Grundlagen.


Ambulantes Clearing
Rechtliche Auftragsgrundlage: § 35a, § 37 i. V. m. § 27 KJHG / SGB VIII

Das ambulante Clearing ist eine geeignete Verfahrensweise bei unklaren oder
schwer einschätzbaren Ausgangsbedingungen.
Das ambulante Clearing dient

  • der Abklärung der familiären und der erzieherischen Situation für Familien in Krisen,
  • der Analyse und Erarbeitung von Einschätzungen,
  • der Anfertigung einer umfangreichen systemischen- und ressourcenorientierten Diagnostik unter Einbeziehung der sozialpädagogisch- heilpädagogischen Diagnostik (bei Bedarf kann eine psychologische Diagnostik hinzugezogen werden),
  • der Entwicklung individueller Lebensperspektiven für das Kind/ den Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung seines familiären Hintergrundes.        

Ziele

  • Entwicklung alternativer Lebensperspektiven
  • Konzipierung individueller und bedarfsorientierter Hilfeformen,
  • Verbleib in der Familie bzw. am jetzigen Lebensort
  • Klärung von Art und Umfang nachfolgender Hilfeformen.

Indikatoren

Kinder, Jugendliche und familiäre Systeme mit unterschiedlichen Problemlagen, bei denen die Frage zu klären ist, ob bzw. welche weiterführende Hilfe indiziert sind.

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
§ 31 i. V. m. § 27 KJHG / SGB VIII

Erziehungsbeistandschaft (EB)
§ 30 i. V. m. § 27 KJHG / SGB VIII

Sozialpädagogische Familienhilfe bzw. Erziehungsbeistandschaft versteht sich als intensive Betreuung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien bei Entwicklungsproblemen und in Erziehungsangelegenheiten. 

Ziele

  • Individuelle Schulförderung soll Kindern und jungen Menschen helfen, Lernhemmnisse und Verhaltensauffälligkeiten, die im Zusammenhang mit Lernen auftreten, abzubauen. 

Familientherapie meint die Zusammenarbeit mit dem "System Familie" als Ganzes. Aufsuchend, in der Familie bzw. im Lebensumfeld, oder in der Kommstruktur im A.p.e. e.V. Gruppenhaus ANIMO.

 

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE)
§ 35 i. V. m. § 27 KJHG /SGB VIII

  • Die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung setzt an den individuellen Stärken und Ressourcen des Klienten ab. Längere Zielsetzungen sind die soziale Integration, eine eigentverantwortliche Lebensführung, die psychosoziale Stabilisierung und die Entwicklung beruflicher Perspektiven der jungen Menschen. Diese Zielsetzungen können in der Regel nur schrittweise und durch Modifikationen der Betreuungsinhalte und der Methodik während des Entwicklungs- und Betreuungsverlaufs erreicht werden.

Indikatoren

 

Soziale Gruppenarbeit
§ 29 i. V. m. § 27 KJHG / SGB VIII

Die Soziale Gruppenarbeit bietet den Kindern und Jugendlichen einen Schutz- und Schonraum, in dem sie in altershomogenen und/ oder geschlechtsspezifischen Gruppenkonstellationen, erlerntes, antrainiertes Verhalten lernen zu reflektieren und zu überdenken sowie neues Verhalten erlernen und auch ausprobieren können (z.B. Mädchengruppe, Jungendgruppe, Biografiearbeit, soziales Komtenztraining, Antiaggressionszraining, erlebnispädagogische oder kreativpädagogische Gruppenarbeit)

Ziele

  • Unterstützung zur Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen
  • Förderung von Identitätserziehung, Persönlichkeitsentwicklung und Sozialverhalten durch Lernprozesse in der Gruppe
  • Verhaltensmuster schrittweise zu verändern und dies auch auf den eigenen Sozialraum außerhalb der Gruppe zu übertragen.

Indikatoren

 

Individuelle bedarfsspezifische Hilfen zur Erziehung
§27 i. V. m. §§ KJHG / SGB VIII

In überschaubaren Betreuungssettings werden (einzeln oder in Kleingruppen) bedarfsgerechte sozialpädagogische/ therapeutische Maßnahmen angeboten, die individuell auf den Klienten/ auf das Familiensystem ausgerichtet sind (z.B. Beratungs-, Krisen- und Entlastungsgespräche, Elterntrainings und -kurse, Erziehungsberatung, Gutachtenerstellung, erlebnis- und freizeitpädgogische Projekte an Wochenenden oder in den Ferien, Intensivtage mit Famiien, begleitete Umgänge)  

  • Konkrete individuelle und flexible Angebote, die in der unmittelbaren Lebenswelt des Kindes ansetzen und der Förderung + Entlastung von Kindern und deren Familien dienen.
  • Präventive Maßnahmen der Erziehungshilfe zur Sicherstellung des Kindeswohls, zur Unterstützung einer positiven Entwicklungsprognose und gegebenenfalls zur Vermeidung von Heimunterbringungen.
  • Kompetenzen zur Lebensbewältigung erweitern

Indikatoren

  • Kinder und Jugendliche, die der Förderung einer positiven Entwicklung bedürfen und die im Rahmen ihrer Lebensbedingungen benachteiligt oder gefährdet sind.
  • Eltern und alleinerziehende Elternteile, die in ihren Erziehungskompetenzen unterstützt, begleitet und gestärkt werden möchten bzw. müssen, damit eine positive Entwicklung ihrer Kinder gewährleistet werden kann.
  • Junge Menschen, deren Wohl akut gefährdet ist.
  • Familien, wo eine Rückführung des Kindes/ Jugendlichen ansteht (z.B. nach einem Heimaufenthalt).
  • Vorbelastete Familien mit bspw. gescheiterten anderen Hilfeformen
 
         
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